Mein Name ist Martina, ich bin Industriekauffrau und meine freie Zeit – wie könnte es anders sein – verbringen Kovu und ich im Stall – bei Calimero.

Die Liebe zu den Pferden wurde mir sozusagen in die Wiege gelegt. Beide Opas gaben ihre Liebe zu den Vierbeinern an mich weiter. So kam ich, kaum auf den Beinen, auch aufs Pony. Bereits im zarten Alter von fünf Jahren durfte ich das erste Mal alleine drei Wochen auf einem Reiterhof Urlaub machen. Für meine Eltern eine große Sache, für mich stand jedoch nur eines im Vordergrund: Es gab dort Pferde, mehr brauchte es nicht! Meine Eltern erzählen gern die Geschichte von ihrem Besuch nach eineinhalb Wochen. Mehr als ein „Hallo, ich muss in den Stall“ hatte ich für meine Eltern nicht übrig.

Danach gab es kein Halten mehr und regelmäßige Reitstunden wurden vereinbart.

Mit 12 Jahren durfte ich einen Reiturlaub in den Stauden machen, doch bei einem Mal blieb es nicht. Fortan verbrachte ich dort die meisten meiner Wochenenden und einen Großteil der Ferien. Hier fand ich auch meinen ersten richtigen „Pferdefreund“. Nino war der Name dieses charakterstarken Hafis und wir beide wurden ein großartiges Team. Wir hatten einige schöne Jahre, doch durch die Aufgabe des Hofes 2003 wurden wir plötzlich und unerwartet getrennt. Ich sollte meinen Pferdefreund nie mehr wiedersehen. Ich dachte viel darüber nach, was passiert wäre, hätten ich oder meine Eltern von dem Verkauf gewusst. Ich fragte mich warum man es mir erst gesagt hatte, als es schon zu spät war, schließlich war man ja sehr gut mit den Hofbesitzern befreundet. Diese immer wiederkehrenden Gedanken brachten mich Jahre später dazu, nach Nino zu suchen. Ich nahm Kontakt zu einer alten Freundin auf, die dort mit mir geritten war und mit ihrer Hilfe bekam ich wertvolle Tipps. Ich bekam die Telefonnummer des Käufers heraus und es dauerte weitere zwei Wochen bis ich mich traute dort anzurufen. Schließlich tat ich es doch und am anderen Ende meldete sich eine sehr freundlich klingende Frau. Leider hatte sie schlechte Nachrichten für mich: Nino war einige Wochen zuvor im Alter von über zwanzig Jahren gestorben. Sie freute sich jedoch sehr über meinen Anruf und wir erzählten uns lange Geschichten über ihn. Heute bin ich froh nach ihm gesucht zu haben, da erst dann der Zeitpunkt gekommen war, dass ich mich für eine neue wirkliche Kameradschaft zu einem Pferd öffnen konnte. Keiner wird jemals sein wie er und ich hoffe, dass es dort, wo auch immer er jetzt ist, große, grüne und saftige Weiden und hübsche Hafi- Damen gibt.

Ich war in der Zwischenzeit auf einem Kleinen Hof geritten, dort wurde der Betrieb jedoch auch eingestellt und für mich gab es nur noch wenige Gelegenheiten regelmäßig zu reiten.

Je weniger ich reiten konnte desto mehr wuchs in mir wieder der Wunsch nach einem eigenen Pferd. Erst einmal beschlossen eine Freundin und ich jedoch uns gemeinsam eine Reitbeteiligung zu suchen. So kamen wir im Sommer 2005 auf den Hof der Familie Schwarz (http://www.freizeitstall-schwarz.de), wo auch Calimero geboren und aufgewachsen ist und wo er noch heute die Koppel unsicher macht. Für die nächsten zwei Jahre bekamen wir Caruso und Scarlet als RB, die beiden passten zu uns, wie die Faust aufs Auge. Parallel entwickelte sich die Tinkerzucht von Familie Schwarz weiter und als Meave ihr zweites Fohlen erwartete und ich gefragt wurde ob ich es haben wolle, sollte es ein Hengst werden (für mich kam nur ein Kerl in Frage), was hätte ich da sagen sollen???

Meave wartete schön brav ab, bis ich über ein verlängertes Wochenende nach Italien fuhr und schwups, war er da – Calimero – das wunderschönste Tinkerfohlen der Welt.


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